Unterwegs mit Baby – Teil 1 Auto fahren

Unterwegs mit Baby

Teil 1 – im Auto

Ziemlich weit oben, meistens direkt unter dem Kinderwagen steht doch auf fast jeder Babyausstattungsliste die Babyschale. So findet man sich dann Samstags in irgendeiner Babymarktfiliale überfordert vom Überangebot hofft man dann auf Beratung von Fachpersonal.  

Meistens sind die werdenden Vätern direkt erschlagen. Als aufgeregte Erstlingsmuddi ist man dann doch besser vorbereitet und weiß in etwa in welche Richtung es gehen soll, hat man doch schon ein bisschen auf Instagram oder Pinterest rumgestöbert und geschaut was Muddi von heute so haben muss. Leider waren solche Besuche für uns meistens enttäuschend weil wir es dann doch eher mit Verkäufern als mit Beratern zu tun hatte. Ich kann euch nur empfehlen – falls ihr denn die Möglichkeit habt – lieber in ein kleines aber feines Babyfachgeschäft zu gehen und in Sachen Kindersitzen am besten direkt zu den Zwergperten, da ihr dort wirklich ehrlich, kompetent und sicher beraten werdet.

 

Bei den Zwillingen war ich ja quasi schon Profi, also war die Wahl der Babyschale schnell klar. Es sollte die Cybex Cloud Q werden, erstens weil man sie als eine der wenigen in Liegeposition bringen kann (nicht während der Fahrt) was mir sehr wichtig war, da ich ein sehr kleines Auto habe in das zwar mein Kinderwagengestell reinpasst, aber leider wenn ich mit allen drei Kindern unterwegs bin keine Babywannen mehr. So kann ich die Babyschalen dann auf das Gestell klicken und für eine schnelle Runde können die Babys dann schön flach liegen. 

Zum zweiten hat der Sitz in Sachen Sicherheit beim ADAC und Stiftung Warentest mit gut abgeschnitten und hat auch die praktische Basis, so dass der Sitz immer schön fest und stabil im Auto befestigt ist.

Drittens,  ganz klar die Optik, ich LIEBE grau und mir gefiel der melierte, etwas festere Stoff sehr gut. Man kann ihn auch wunderbar sauber machen, ohne dass Flecken zurück bleiben. 

»aaaaach, das schlepp ich doch locker«

Das Gewicht von fast 6kg ist allerdings nicht zu unterschätzen.

Ich dachte »aaaaach, das schlepp ich doch locker«, »am Anfang sind sie ja noch ganz leicht und man gewöhnt sich dann dran«. Soviel zur Theorie.

Ich musste zwei Wochen nach der Geburt den Kindertransport schon wieder alleine bewerkstelligen. In unserem Falle heisst das, dass alle morgens um 08.30 Uhr im Auto sitzen müssen, welches nur im Glücksfall direkt vor der Tür geparkt werden kann. Meistens müssen wir eine stark befahrene Straße überqueren und einmal um den Block. Ich hab also ziemlich schnell gemerkt, dass das nicht so einfach ist wie gedacht. 

Durch den Kaiserschnitt durfte ich nicht viel heben (hahaha sehr lustig mit 3 Kindern) und konnte es auch einfach nicht.

Also musste eine Lösung her.

Als erstes hab ich mir einen Rucksack gekauft, mir mein Lieblingstragetuch von Solly Baby geschnappt und habe eine Babyschale immer im Auto gelassen. Natürlich ist es auch  nicht optimal jedes mal das Baby ein und auszupacken, mit dem flexiblen Tragetuch geht das aber wirklich ruck zuck. Man kann das Tuch einfach morgens vorbinden und das Baby einfach rein und raus holen, so oft man möchte ohne es neu binden zu müssen.

So hatte ich dann ein Baby vor dem Bauch, eine Babyschale in der Hand und konnte rechts noch die Hand von VP halten.

 

Dann bin ich nach ein paar Wochen auf die Seite von Cocobelt gestoßen, meine Erlösung. Der Cocobelt ist ein Gurt den ich an der Babyschale festmache um ihn dann quasi zu schultern, das Gewicht verteilt sich viel besser und man hat sogar noch die Hände frei, um die Tür aufzuschliessen, die Hand des großen Kindes zu halten oder für ein Aufzugsselfie.

So komm ich wirklich gut zurecht, manchmal braucht es einfach das ein oder andere Hilfsmittel um sich den Alltag zu erleichtern.