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Alltagschaos

Ich werde oft gefragt wie ich das denn alles schaffe, 3 Kinder, den Job, den Hausbau, und jetzt auch noch dem Blog?!

Ich bekomme oft Worte der Bewunderung, oft aber auch der Verwunderung. »Wie geht das??« Es geht weil es gehen muss!

Es herrscht Chaos, vor allem in unserer Bude und in meinem Kopf. Oft planen wir unsere Tage nur einen Tag im Voraus weil es gar nicht anders geht, wir sitzen dann abends beim Essen und überlegen schnell zwischen einem Kleinkind was sein Müsli zum Abendbrot isst und zwei Babys die ihr Essen durch die Gegend schmeißen wie wir den nächsten Tag schaffen. Fahre ich ohne Kind oder mit allen dreien? Bringt mein Mann die Babys und ich den großen? Oder fährt er zweimal? Hab ich eigentlich morgen frei? Bringe ich nur den großen und die Babys bleiben zuhause? Wenn das dann geklärt ist müssen wir das ganze für den Nachmittag natürlich auch noch besprechen.

Ja, momentan ist es sehr kompliziert, aber leider nicht anders möglich da jede Woche anders läuft.

 

Ich wünsche mir wirklich, dass bald Routine einkehrt und wir einen Wochenplan haben auf den wir dann zurück greifen können, denn so kostet die Organisation auch immer Zeit und Nerven.

Wenn ich dann Mittags eigentlich immer zuhause bin mit den Babys versuche ich dann den Haushalt zu organisieren. Ich glaube, jede Mutter kennt diesen Zer­reiß­pro­be zwischen Perfektionismus und Realität, ich halte mich wirklich für gut organisiert aber das was hier manchmal vor sich geht kann ich einfach nicht alles handeln. Ich muss oft die Augen zu machen vor den Bergen von Wäsche und Geschirr und einem übervollen Windeleimer, das geht jetzt besser als beim ersten Kind, aber irgendwann, muss es ja gemacht werden. Natürlich passiert das Meiste am Wochenende wenn mein Mann Zuhause ist aber glücklicherweise sind unsere Babys tagsüber eher unkompliziert und können sich schon jetzt mit fast sechs Monaten ganz toll miteinander beschäftigen. Das heißt sobald die Babys unter dem Spielebogen liegen und 10 Minuten Gas geben, fällt der Startschuss um einmal durch die Wohnung zu rennen und so viel wie möglich erledigt zu bekommen.

 

Gestern zum Beispiel haben beide Babys gleichzeitig in ihrer Wiege geschlafen, ich konnte mein Glück kaum fassen und hab erstmal den Flur aufgeräumt, nachdem ich sämtliche Papiertüten, die immer so zwischen Auto, Kita und Wohnung umher wandern, geleert hatte habe ich dann VP´s Rucksack gefunden und mich gewundert warum er so schwer ist, darin fand ich dann ein schönes großes Stück Bergkäse welches Opa wohl als Proviant mitgegeben hatte, ist dann halt noch ein bisschen nachgereift im Rucksack. Ich dachte nur »gut, dass man bei uns in der Kita keine Brote mitgeben muss« – mir graut es jetzt schon vor Turnbeuteln und Tupperdosen.

Meistens machen wir uns kurz nach drei auf in die Kita um VP abzuholen, also alle Mann wieder einpacken und ins Auto. Momentan dauert das Abholen sehr, sehr lange weil alles selbst gemacht wird und man gern noch im Kita Flur noch ne Runde spielen möchte. Ich muss aber wirklich sagen, dass das die Zeit am Tag ist in der ich mich nicht mehr hetzen möchte, ich habe alle drei Kinder um mich und meistens hat keiner Hunger, oder ist müde, also lass ich dieses gemütliche trödeln einfach zu. Meist haben wir in der Woche auch kaum Verabredungen weil ich die Zeit dann einfach genießen möchte. Wenn jemand spontan zu uns kommt ist das total toll und so ist es mir auch am liebsten, denn vor den Zwillingen hatten wir oft jeden Nachmittag auch noch volles Programm und das war einfach zu viel.

Wenn wir dann zu Hause sind wird meistens gemütlich gespielt, auch da habe ich durch den großen Bruder und seine Entertainer Qualitäten wieder etwas Zeit um »mal schnell« wieder ein bisschen Haushalt zu machen. VP freut sich immer richtig wenn er Quatsch macht und die beiden sich kaputt lachen, auf ihn reagieren so nochmal total anders als auf uns, es ist wirklich zuckersüß.

 

Wo wir mit einem Baby gefühlte sechs Monate lang nur Salat und Kräuterbaguette gegessen haben bin ich jetzt der Meinung das VP was anständiges zu essen verdient hat, also kochen wir zusammen das Abendessen. Es gibt hier wirklich keine spektakulären Sachen, aber irgendwas frisches ist immer dabei oder halt Müsli,ne?! Ich versuchte VP von Anfang an schon immer zu integrieren was ihn auch immer begeistert hat, so steht er dann in seinem Learning Tower und findet alles total spannend und kann mittlerweile schon echt viel mithelfen. Wenn Vaddi dann zuhause ist gehe ich meistens schnell duschen und wir essen zusammen. Dann fangen wir an alle bettfertig zu machen, das dauert mit unter schonmal über eine Stunde. 

Ich werde oft von Freunden oder der Familie gefragt warum unsere Kinder denn nicht früher ins Bett gehen, das ist sehr einfach zu beantworten: würden wir sie um halb sieben ins Bett legen würde es ca. 2h dauern bis sie einschlafen, es ist anstrengend und irgendwann sind wir genervt. Legen wir Sie um viertel nach acht hin und es läuft gut, dann schlafen sie um neun.

 

 

Für viele Außenstehende ist das ja eh alles nur unsere Schuld weil wir nicht konsequent genug sind. Ich halte uns für sehr konsequent, unsere Nerven aber für endlich, also bringen wir sie lieber spät und entspannt ins Bett, als früh und unter Stress. Denn sie hinzulegen und sich selbst zu überlassen ist für uns keine Option, es würde auch ganz sicher nicht funktionieren.

Hier kommt jetzt der große und schwerwiegende Nachteil der Einschlafbegleitung, wir haben keine Zeit zu zweit. Denn wenn alle schlafen lohnt es sich für mich nicht mehr aufzustehen. Emails und Nachrichten werden dann noch schnell im Bett beantwortet bevor ich dann selbst ziemlich schnell einschlafe, der Vorteil der aktuell großen Erschöpfung liegt darin, dass ich meine Einschlafprobleme dadurch ganz gut geheilt habe.

Da wir uns ja bewusst für einen geringen Abstand zwischen unseren Kindern entschieden haben war das ja alles absehbar und könnte viel heftiger sein, es geht aber jetzt seit fast 3 Jahren so und ab und zu würde ich gern mal mehr als fünf Sätze mit meinem Mann sprechen ohne dass er dabei einschläft oder wir unterbrochen werden.

 

Von kinderlosen Freunden höre ich dann gerne, dass wir doch mal alle Kinder abgeben sollen um uns nen schönen Abend zu machen. Äääähm ja ...

Ohne meinen Babys zu nahe treten zu wollen, nachts sind sie momentan eine Katastrophe. Ich weiß wie anstrengend das für uns ist und ehrlich gesagt will ich das den Großeltern nicht zumuten. 

Man könnte jetzt daran verzweifeln, ich versuche es aber eher zuversichtlich zu sehen. Ich weiß jetzt,dass das Leben mit einem 2,5 jährigen so viel einfacher ist als mit einem Baby und freue mich darauf bald zwei dieser Sorte zu haben und auf etwas mehr Paarzeit für uns.

Ich bin wirklich jemand der sich nicht dafür schämt oder damit hinterm Berg hält wenn es mal richtig mies bei uns läuft, aber bei allem Stress den wir haben bin ich momentan total ausgeglichen und glücklich in dieser Situation und auch wenn wir als Eltern und als Paar etwas zu kurz kommen weiss ich, dass ich alles was ich jeden Tag mache für meine Kinder und meine Familie tue und es meinen Kindern gut geht und es ihnen an nichts fehlt, außer vielleicht ausgeschlafenen Eltern.

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