Kinderzimmer

Wohnpsychologie

Letzten Mittwoch wurden wir von MIMM Kindermöbel nach Düsseldorf eingeladen. Ich hatte auf Instagram schon oft Fotos von den Möbeln gesehen, muss aber ehrlich sagen, dass ich in Sachen Möbeln überhaupt kein Onlineshopper bin. Möbel muss ich anfassen und fühlen, von daher bin ich der Einladung wirklich sehr gern nachgegangen.

Das Mimmevent fand bei kinder räume statt, es war alles sehr einladend und toll gestaltet, so dass man direkt in so ein Kinderzimmer einziehen möchte.

Nachdem man sich bei einem super leckeren Frühstück erstmal ganz persönlich kennenlernen konnte, haben wir dann im ersten Teil des Vortrags viel über die Geschichte und vor allem über die Menschen hinter MIMM erfahren und das hat mich sehr beeindruckt, denn Cathrin und Tobias stehen mit einer solchen Leidenschaft und Begeisterung für ihre Möbel, dass es richtig ansteckend ist. Da sie natürlich nicht überall sein können um jeden persönlich zu überzeugen gibt es auf der Homepage eine Händlerliste wo ihr euch die MIMM Möbel live anschauen könnt. Es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten und Farbkombinationen die man selbst konfigurieren kann, so dass individuelle Einzelstücke entstehen. Das Design ist modern und klar. Was mir besonders gut gefällt, sind die abgerundeten Ecken und dass man sich das Oberflächengefühl selbst aussuchen kann, da es unterschiedliche Strukturen bzw. Körnungen gibt. 

Die Wohnpsychologin

Da ich ja in der Zukunft 2–3 Kinderzimmer einrichten werde, war ich natürlich sehr gespannt auf die Wohnpsychologin Dr. Barbara Perfhal, Sie hat mir – die noch nie etwas von Wohnpsychologie gehört hatte –so unglaublich viel neue Informationen und Impulse geben können. Ich bin nach Hause gekommen und hätte am liebsten direkt losgelegt. Barbara arbeitet schon seit 2009 als Wohnpsychologin und hat sogar schon zwei Bücher darüber geschrieben, sie erzählte warum es so wichtig ist, dass wir uns in unserer Umgebung wohlfühlen, sei es auf der Arbeit um eine guten Job zu machen, aber noch viel wichtiger natürlich zuhause um dort optimal zu entspannen, zu schlafen und ausgeglichen leben zu können. Was ich persönlich als das wichtigste empfunden habe, ist die Bedürfnisanalyse, das man wirklich ganz genau schauen sollte »Was erwarte ich von diesem Raum? Wie möchte ich ihn gestalten? Wer soll hier leben und sich wohlfühlen?« Daraufhin kann man dann das für sich passende Raumkonzept entwickeln. Ich glaube das man das sehr gut auch für sich selbst nutzen kann, oft wird man in den eigenen Räumen betriebsblind und merkt nur, dass man sich nicht mehr so wohl fühlt. Wenn ich aber versuche das ganze etwas analytischer zu betrachten und mir meine Gedanken dazu aufschreibe, dann fällt es mir deutlich einfacher die Schwachstellen der einzelnen Räume zu erkennen. 

Was Barbara sagte ist, dass tatsächlich in ihrer Berufspraxis die wenigsten Beratungen für Kinderzimmer benötigt werden, da doch die meisten Eltern ein gutes Gefühl für ihr Kind und dessen Wohnbedürfnisse haben und so intuitiv die Kinderzimmer passend einrichten. Zum Stil von Kinderzimmern sagt sie, dass auch dort weniger mehr ist, Barbara empfiehlt eine neutrale Wandfarbe wie weiß, beige oder grau um zum einen variabel zu bleiben, wenn sich die Bedürfnisse und Wünsche des Kindes ändern und zum anderen um nicht von einer Farbbombe erschlagen zu werden, so kann man schön mit farbigen Accessoires und Akzenten arbeiten. Das entspricht auch meiner Vorstellung und meinem Geschmack, zu dem man ja auch das bunte Spielzeug nicht ausser acht lassen sollte. Werden die Kinder älter und entwickeln ihren eigenen Geschmack und können ihre Wünsche klar äußern, dann sollte man diese auch unbedingt hören und bei der Raumgestaltung berücksichtigen, denn die Räume der Kindheit sind sehr prägend und wichtig für die gesamte Entwicklung.

Was wichtig für unsere Kinder ist, dass das Kinderzimmer in drei Funktionsbereiche eingeteilt ist: Lernbereich, Spielbereich und Ruhebereich im optimalen Fall sollten diese auch visuell z. B. durch Vorhangelemente oder auch durch unterschiedliche Oberflächen – ein weicher, kuscheliger Teppich im Schlafbereich – klar unterschieden sein. 

unser aktueller Status

Wie ihr ja wisst , sind die Schwachstellen in unserer Wohnung leider dominierend, ich versuche aber gerade irgendwie meinen Frieden mit dieser Wohnung zu machen und nochmal ein paar Dinge für die nächsten Monate die wir hier verbringen müssen zu verändern um nicht permanent von diesem sehr negativen Gefühl begleitet zu sein. Die Zwillinge haben jetzt pünktlich zum ersten Geburtstag in 2 Wochen entschieden, dass sie nicht mehr in einem gemeinsamen Bett schlafen möchten, absolut okay! Mich hat es wirklich gewundert, dass sie das sie das solange gemocht haben aber nun wird es Zeit für ein zweites Bett welches dann auch wieder einen Platz braucht, ihr seht also auch raumtechnisch muss ich mir jetzt wieder was einfallen lassen.

Es wird sich mit unserem Bau leider noch eine ganze Weile hinziehen, da weitere Probleme aufgetaucht sind. Ich hoffe und bete, dass wir Weihnachten 2018 in unserem Zuhause feiern können, es ist zur Zeit wirklich nicht einfach, es kostet uns alle sehr viel Kraft aber wir kämpfen für unseren Traum und für unser Zuhause. Es bricht mir mein Herz wenn mein dreijähriger Sohn abends im Bett liegt und weint weil er endlich ein Kinderzimmer haben möchte, denn auch er braucht jetzt langsam sein eigenes Reich, einen Rückzugsort. Wir lassen ihn wenn er in Ruhe spielen möchte natürlich ins Schlafzimmer aber es ist eben nicht sein Zimmer. Wir haben es gerade wirklich nicht leicht, ich bin aber sicher es lohnt sich diesen Kampf zu kämpfen.